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Ingo Nitzsche
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Zeitgenössische Kunst und Interkultur direkt an der Grenze zur Schweiz


Schwarzer Adler

Stühlingen (pw) Der Schweizer Heimatforscher Samuel Plätscher schildert in seiner um 1890 erschienen Veröffentlichung "Die Ortsphysiogonie von Stühlingen vor etwa 200 Jahren" den Stühlinger Altstadtkern: "Vom Adlerwirtshaus links zog sich die Judengasse schräg gegen den Judenwinkel (später Judenplatz) hinüber und dann als hintere Gasse zum Marktplatz hinauf. Hier wohnten die meisten Juden, daher der Name."

Stühlinger Juden

Um an die jüdische Geschichte Stühlingens zu erinnern, haben Doris und Ingo Nitzsche, die heutigen Eigentümer des Hauses "Schwarzer Adler" (vormals: das oben erwähnte "Adlerwirtshaus"), eine Tafel mit ausführlichem Text an ihrem Gebäude angebracht. Schließlich kam der durch seine weltoffene Lehre bekannte ehemalige Oberrabbiner der badischen Juden, Nathanael Weil, im Jahre 1687 in Stühlingen zur Welt und auch die Vorfahren des Komponisten Kurt Weill ("Die Dreigroschenoper", gemeinsam mit Bertold Brecht) stammten aus Stühlingen. Im 500 Jahre alten, geräumigen und einfühlsam restaurierten Kreuzgewölbe des Hauses "Schwarzer Adler" haben Doris und Ingo Nitzsche mehrere hundert Veranstaltungen auf die Bühne gebracht, darunter viele mit ost- und westjüdischer Kultur, aber auch türkisch-klassische, griechische, sizilianische oder russische Musik, Kabarett, Theater sowie Literaturabende. Ingo Nitzsche führt heute noch interessierte Besuchergruppen durch die Stühlinger Altstadt und schildert Wissenswertes aus der Zeit der jüdischen Ansiedlung.

Großzügige Räumlichkeiten

Gleichzeitig verfügt der "Schwarze Adler" über 320 qm Galerieräume, gelegen auf zwei Stockwerken. Dies sind hohe, quadratisch geschnittene, ebenso wie das Kreuzgewölbe auch durch einen behindertengerechten Personenaufzug zugängliche Räume, geeignet sowohl für die Präsentation von dreidimensionalen Kunstwerken als auch von großformatigen, aussagekräftigen Bildern. Zahlreiche Kunstausstellungen haben hier in den vergangenen dreißig Jahren erfolgreich stattgefunden, wobei auch wieder auf anspruchsvollem, zeitgenössischem Niveau der Blick über Kultur- und Landesgrenzen gewagt wurde.

Interkultur im historischen Gebäude

So gab es bereits Interkultur im Haus "Schwarzer Adler" von Stühlingen, als die Ministerien und die Kulturämter deutscher Großstädte diesen Begriff gerade neu zu prägen begannen. Damit hat sich der "Schwarze Adler" früh den Inhalten und Zielen gewidmet, die für eine gelungene gesellschaftliche Integration und Inklusion unerlässlich sind, nämlich: interkulturelles Interesse, Achtung und Respekt.

Wertvolle Impulse für Kulturarbeit in Deutschland gehen immer noch von Stühlingen aus. Jüngst fand im Haus "Schwarzer Adler" sowie im schräg gegenüber liegenden Gasthaus "Rebstock" eine interkulturelle Versammlung mit Teilnehmern aus Ankara, Hannover, Leipzig, Mannheim, aus dem französisch-schweizerisch-deutschen Dreiländereck sowie aus weiteren Städten und Regionen statt. Entscheidendes Fazit: Interkultur darf niemals niederschwellig sein. Niedriges Niveau ist kontraproduktiv. Jedes Land und jede Kultur haben wertvolles, charakteristisches Erbe, aber auch spannend Zeitgenössisches vorzuweisen.

Die Verbreitung dieses Gedankens und Anspruchs gelingt umso besser, als Ingo Nitzsche in seinem Beruf des Ausstellungskurators für staatliche und städtische Museen in Deutschland mit umfangreichen, mehrsprachigen Begleitbüchern sorfältig entwickelte Kunstausstellungen auf die Beine stellt. Auch hierbei steht die überschreitung von Grenzen im Vordergrund, seien es Kultur- und Landesgrenzen oder auch Grenzen zwischen freiem Kunstschaffen, Angewandter Kunst, Kunsthandwerk und Serienfertigung.

Grenznähe Schweiz, landschaftlich reizvoll

Für die Präsentationen in Stühlingen ist die direkte Grenzlage zur Schweiz natürlich äußerst hilfreich, gibt es doch in den nahegelegenen Städten Schaffhausen, Zürich, Winterthur und Basel, aber durchaus auch auf dem Land, ein feines, auch sozial geprägtes, förderwilliges Kunstverständnis.

Gelegen zwischen Schwarzwald, Hochrhein und Bodensee ist Stühlingen touristisch geprägt und hat mit dem Zugang zum Fernwanderweg "Schluchtensteig" eine weitere charakteristische Attraktion. Im Jahre 2019 wird die Sanierung des Altstadtkerns beginnen, dessen dominantestes Gebäude der am Eingang zur Altstadt gelegene "Schwarze Adler" darstellt.

Aktuell wünschen sich die Eigentümer des Hauses "Schwarzer Adler", Doris und Ingo Nitzsche, einen kunst- und kulturaktiven Partner, der sich auch am Haus beteiligt. Dem vielseitig engagierten Ausstellungsmacher wächst die Arbeit über den Kopf. Vorstellbar ist auch eine vollkommen neue thematisch-inhaltliche Ausrichtung. Für die Vermarktung des Ausstellungs- und Veranstaltungsteils des "Schwarzen Adler" von Stühlingen ist das Immobilienbüro Helten, Düsseldorf-Benrath, zuständig (www.helten-immobilien.de, Firmenmotto: "Individualität ist unsere Stärke").